Über uns

Ich bin Bern­hard Beck, lutherisch­er Blog­ger und Autor, und Reformation21 ist mein Ver­such, die bib­lis­che Wahrheit neu ins Gespräch zu brin­gen und dabei Chris­tus kon­se­quent ins Zen­trum zu stellen. In ein­er Zeit, in der the­ol­o­gis­che Ori­en­tierung oft dif­fus wird und kirch­liche Verkündi­gung zuweilen an Klarheit ver­liert, möchte ich mit diesem Blog einen Beitrag leis­ten: einen Beitrag zur Erneuerung des Glaubens aus dem Wort Gottes her­aus, zur Stärkung der Gemeinde Jesu Christi und zur Rückbesin­nung auf das, was Ref­or­ma­tion wirk­lich bedeutet.

Der Name Reformation21 ist mir wichtig, denn er verbindet das refor­ma­torische Erbe des 16. Jahrhun­derts mit der Gegen­wart des 21. Jahrhun­derts. Die großen Anliegen der Ref­or­ma­tion, die Wieder­ent­deck­ung der Heili­gen Schrift als alleinige Autorität, die Recht­fer­ti­gung allein aus Gnade durch den Glauben und die Zen­trierung auf Chris­tus allein, sind für mich keine his­torischen Relik­te, son­dern lebendi­ge Wahrheit­en, die heute genau­so dringlich sind wie damals. Ref­or­ma­tion ist kein abgeschlossenes Ereig­nis, son­dern ein fortwähren­der Prozess, in dem die Kirche immer wieder zum Evan­geli­um zurück­kehren muss, um sich von ihm erneuern und kor­rigieren zu lassen. Genau darum geht es mir hier: um eine Kirche, die sich vom Evan­geli­um erneuern lässt, um einen Glauben, der nicht auf men­schlichen Tra­di­tio­nen oder zeit­geisti­gen Strö­mungen ruht, son­dern fest gegrün­det ist im Wort Gottes.

Ich schreibe aus ein­er tiefen Überzeu­gung her­aus, dass die Bibel nicht nur ein Buch unter vie­len ist, son­dern das lebendi­ge Wort Gottes, das heute noch spricht, tröstet, mah­nt und richtet. Meine Beiträge bewe­gen sich im Span­nungs­feld von sorgfältiger Bibelausle­gung, the­ol­o­gis­ch­er Reflex­ion und prak­tis­ch­er Anwen­dung. Es geht mir nicht um abstrak­te The­o­rie, son­dern darum, wie das Evan­geli­um konkret in das Leben von Chris­ten hinein­spricht, wie es Gemein­den prägt und wie es in ein­er säku­lar­isierten Gesellschaft bezeugt wer­den kann. Dabei lege ich Wert auf Ver­ständlichkeit, ohne the­ol­o­gis­che Tiefe zu opfern, und auf Klarheit, ohne in Polemik abzu­gleit­en.

Die The­men auf Reformation21 umfassen ein bre­ites Spek­trum. Bibelausle­gung nimmt einen zen­tralen Platz ein, denn ohne das sorgfältige Hören auf die Heilige Schrift gibt es keine echte Erneuerung. Ich widme mich bib­lis­chen Tex­ten mit exegetis­ch­er Sorgfalt und homiletis­ch­er Sen­si­bil­ität, immer mit dem Ziel, die Stimme Gottes hör­bar zu machen. Dabei geht es mir nicht nur um einzelne Verse, son­dern um den großen Zusam­men­hang der bib­lis­chen Botschaft, um die Geschichte Gottes mit den Men­schen, die in Jesus Chris­tus ihren Höhep­unkt und ihre Erfül­lung find­et.

Eben­so wichtig sind mir The­men rund um Kirche und Gemeinde: Wie sieht eine gesunde Gemeinde aus? Was bedeutet geistliche Leit­er­schaft? Wie kann Gemeinde in ein­er post­mod­er­nen Gesellschaft Salz und Licht sein? Welche Rolle spie­len Sakra­mente, Verkündi­gung und Seel­sorge? Und schließlich die Frage, die alle anderen The­men durchzieht: Wie sieht echte Ref­or­ma­tion heute aus? Was bedeutet es, in ein­er Zeit des religiösen Plu­ral­is­mus, der ethis­chen Beliebigkeit und der insti­tu­tionellen Müdigkeit treu am Evan­geli­um festzuhal­ten und gle­ichzeit­ig mis­sion­ar­isch und pas­toral rel­e­vant zu sein?

Mein Anliegen lässt sich in drei Schw­er­punk­ten zusam­men­fassen. Erstens: Ori­en­tierung aus dem Wort. In ein­er Zeit, in der viele Stim­men um Aufmerk­samkeit rin­gen und unter­schiedlich­ste the­ol­o­gis­che Mei­n­un­gen vertreten wer­den, braucht es ein festes Fun­da­ment. Dieses Fun­da­ment ist die Heilige Schrift, und ich möchte mit meinem Blog helfen, sie bess­er zu ver­ste­hen, tiefer zu durch­drin­gen und kon­se­quenter anzuwen­den. Zweit­ens: Ermu­ti­gung für den Glauben. Der christliche Glaube lebt nicht von moral­isieren­den Appellen oder from­men Worthülsen, son­dern vom Evan­geli­um, der guten Nachricht von Jesus Chris­tus. Ich möchte Chris­ten ermuti­gen, in ihrer Beziehung zu Gott zu wach­sen, Anfech­tun­gen standzuhal­ten und in der Heils­gewis­sheit zu ruhen, die das Evan­geli­um schenkt. Drit­tens: Eine Kirche, die sich vom Evan­geli­um erneuern lässt. Kirche ist nicht Selb­stzweck, son­dern Werkzeug in Gottes Hand. Sie ist berufen, das Evan­geli­um zu verkündi­gen, die Sakra­mente zu ver­wal­ten und die Gläu­bi­gen zu lehren. Doch dafür muss sie selb­st immer wieder zum Evan­geli­um zurück­kehren, sich von ihm infrage stellen und erneuern lassen. Ich möchte dazu beitra­gen, dass diese Erneuerung geschieht, nicht durch Pro­gramme oder Strate­gien, son­dern durch treue Verkündi­gung und gelebten Glauben.

Ich schreibe nicht als dis­tanziert­er Beobachter, son­dern als jemand, der selb­st tief in der lutherischen Tra­di­tion ver­wurzelt ist und diese Tra­di­tion nicht als Muse­um ver­ste­ht, son­dern als lebendi­ge Quelle für The­olo­gie und Fröm­migkeit. Die lutherische Per­spek­tive prägt meine Beiträge, ohne dass ich den Blick für die Weite der christlichen Tra­di­tion ver­liere. Im Gegen­teil: Ger­ade aus der Klarheit der eige­nen Überzeu­gung her­aus ist ein respek­tvoller und kon­struk­tiv­er Dia­log mit anderen the­ol­o­gis­chen Tra­di­tio­nen möglich. Reformation21 ver­ste­ht sich als ein Ort, an dem diese lutherische Stimme hör­bar wird, ohne sek­tiererisch zu sein, an dem bib­lis­che Treue und mis­sion­ar­isches Engage­ment Hand in Hand gehen und an dem The­olo­gie nicht Selb­stzweck ist, son­dern dem Leben und der Verkündi­gung dient.

Dieser Blog ist für alle gedacht, die nach the­ol­o­gis­ch­er Ori­en­tierung suchen, die tiefer in die Schrift ein­drin­gen wollen, die sich fra­gen, wie Kirche heute sein kann, und die bere­it sind, sich vom Evan­geli­um her­aus­fordern und erneuern zu lassen. Ob Sie Pas­tor, Gemein­deleit­er, the­ol­o­gisch inter­essiert­er Laie oder ein­fach jemand sind, der Fra­gen hat und nach Antworten sucht, ich lade Sie ein, mitzule­sen, mitzu­denken und mitzud­isku­tieren. Denn Ref­or­ma­tion geschieht nicht im stillen Käm­mer­lein, son­dern im Gespräch, im gemein­samen Rin­gen um Wahrheit und im gemein­samen Hören auf das Wort Gottes.

Es mag davon Nutzen ziehen, wer will und kann!

Ihr Bern­hard Beck

Ich glaube.…

Apos­tolis­ches Glaubens­beken­nt­nis

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächti­gen,
den Schöpfer des Him­mels und der Erde.

Und an Jesus Chris­tus,
seinen einge­bore­nen Sohn, unsern Her­rn,
emp­fan­gen durch den Heili­gen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelit­ten unter Pon­tius Pila­tus,
gekreuzigt, gestor­ben und begraben,
hin­abgestiegen in das Reich des Todes,
am drit­ten Tage aufer­standen von den Toten,
aufge­fahren in den Him­mel;
er sitzt zur Recht­en Gottes,
des allmächti­gen Vaters;
von dort wird er kom­men,
zu richt­en die Leben­den und die Toten.

Ich glaube an den Heili­gen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemein­schaft der Heili­gen,
Verge­bung der Sün­den,
Aufer­ste­hung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Nizänis­ches Glaubens­beken­nt­nis

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater,
den Allmächti­gen,
der alles geschaf­fen hat,
Him­mel und Erde,
die sicht­bare und die unsicht­bare Welt.

Und an den einen Her­rn Jesus Chris­tus,
Gottes einge­bore­nen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaf­fen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaf­fen.
Für uns Men­schen und zu unserm Heil ist er vom Him­mel gekom­men,
hat Fleisch angenom­men durch den Heili­gen Geist
von der Jungfrau Maria und ist Men­sch gewor­den.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pon­tius Pila­tus,
hat gelit­ten und ist begraben wor­den,
ist am drit­ten Tage aufer­standen nach der Schrift
und aufge­fahren in den Him­mel.
Er sitzt zur Recht­en des Vaters
und wird wiederkom­men in Her­rlichkeit,
zu richt­en die Leben­den und die Toten;
sein­er Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heili­gen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn her­vorge­ht,
der mit dem Vater und dem Sohn ange­betet und ver­her­rlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, christliche und apos­tolis­che Kirche.
Wir beken­nen die eine Taufe zur Verge­bung der Sün­den.
Wir erwarten die Aufer­ste­hung der Toten
und das Leben der kom­menden Welt.
Amen.